
Hervorragender Überblick - In dem hier vorliegenden Buch gelingt es Herrn Schaub in wundervoller Weise, einem interessierten, aber noch nicht unbedingt in Musiktheorie und Musikgeschichte vorgebildeten Musikliebhaber einen großen Überblick über die Entwicklungsgeschichte der Musik, die Rezeptionsgeschichte und sogar die Musikpsychologie zu verschaffen, und dies in einem Buch, das gerade einmal die Dicke eines DTV-Taschenbuches hat, sich also in einer Woche gemütlich lesen lässt, will man langsam und genüsslich lesen.Man lernt hier von den Gregorianischen Gesängen, erfährt von den Niederländern, der italienischen Oper, vom Leben Bachs und Mozarts bis hin zu den Ideen Schönbergs, es werden Vorurteile aus dem Weg geräumt und anhand von Kompositionsauszügen die jeweils in der Zeit neuen Ideen in der Musik verdeutlicht. Schließlich fügt Herr Schaub auch immer wieder an, wie die Musik in ihrer Zeit auf die Menschen gewirkt hat, die Veränderung der gesellschaftlichen Stellung von Musik wird sensibel dargestellt.Am Ende des Buches findet sich nach vielen Graphiken, Übersichtstafeln und schönen Texten schließlich noch ein Kapitel über die psychologische Verarbeitung von Musik, das viele Fragen aufwirft und Ansätze zu deren Beantwortung gibt, somit also weiteres Leseinteresse im Leser weckt.Insgesamt ein wirklich gelungenes Buch, das dem modernen, vielbeschäftigten, aber schon immer an Musik interessierten Leser die Möglichkeit gibt, schnell, mit Spaß und ohne Stress einen intensiven Überblick über die Musikgeschichte zu erhalten und Musik danach noch einmal neu, ganz anders, hören zu können. Sehr gelungen und sehr zu empfehlen.
Schwere Kost - Musiktheorie für Laien soll dieses Buch bieten. Und es dem Laien ermöglichen, mit Hilfe dieser Musikgeschichte Musik besser zu verstehen. Wie versprochen bekommt man einen Überblick über die Musikgschichte vom Ursprung bis in die Jetztzeit. Man erfährt einiges sowohl über die jeweiligen musikalischen Epochen, die Lebensumstände vieler Komponisten, sowie verschiedene musikalische Strömungen. Jedoch finde ich, die ich nicht nur eine begeisterte sondern auch eine erfahrene Leserin bin, dass es doch ziemliche Mühe kostet, dieses Buch zu bewältigen. Und leider muss ich feststellen, dass der dtv-Verlag hier am falschen Ende gespart hat: kleine Schrift, viel zu enge Abstände zwischen den Zeilen. Hier reicht auch meine neueste Lesebrille nur noch so gerade. Eine Äußerlichkeit? Sicherlich. Aber wenn der Text schon Energie zum Verständnis erfordert, ist ein solches Schriftbild ein zusätzliches Hindernis. Schade. Daher hier nur 3 Punkte, wenn der Inhalt sicherlich auch 4 verdient hätte.