
Sollte in jedem Regal eines Jazzfreundes stehen ... - aber wirklich! Das Jazz-Lexikon ist eines der von mir am meisten benutzten Nachschlagewerke. Hervorragend recherchiert und von jemand geschrieben, der selbst Jazz spielt und somit auch etwas von der Musik versteht. Es finden sich nicht nur ausführliche Informationen über Jazz-MusikerInnen, sondern auch zu Jazzstilen und sonstigen Details der Musik. Solch ein Lexikon hat seine natürliche Grenzen: Der Umfang kann nicht beliebig groß sein, es finden immer wieder Veränderungen statt, somit ist das Jazz-Lexikon eine Momentaufnahme, außerdem sind die Grenzen des Jazz sehr schwierig auszumachen. Haben Frank Zappa, Sting, Prinz und viele andere nicht auch irgendwie (schon einmal) Jazz gemacht? Daher darf nicht erwartet werden, dass alle Namen drin stehen. Ich kann die beiden Bücher nur wärmstens empfehlen!
Jazz Lexikon von Martin Kunzler - Ist eigentlich kein Lexikon, sondern eine Liebeserklärung an den Jazz mit unzähligen Hauptdarstellern.
Kunzler, Jazz-Lexikon, 2.Auflage - Schon das erste Jazz-Lexikon war das absolute Muss für den Jazzverrückten: Geradezu plastische Darstellung der Musiker, umfassende Biographien, man glaubte die Jazzer beim Lesen neben sich zu hören. Eigentlich nicht zu toppen, nur durch die zweite, weit umfassendere Auflage. Ich habe meinen CD-Dealer bereits vorgewarnt: Weihnachten lese ich den Kunzler, dann mache ich die Wunschliste fertig, und er muss Sonderschichten fahren..
Gebrauchswert begrenzt - Meine anfängliche Begeisterung über die Neuauflage hat sich schnell gelegt, da viele Vertreter des alten Jazz und frühen Modern(z.B George Lewis, Jim Robinson, Shadow Wilson), die in der Erstauflage noch drin standen, hier einfach nicht mehr vorkommen. Brauchbar nur in Verbindung mit der Erstauflage. Wer wissen will, wann genau Stan Getz gestorben ist, oder wer Ernst Bier ist(Nie gehört? Ich auch nicht), der ist hier richtig.